Konfuzius: Das Nadelöhr (alle)

Devino M., Freitag, 30. November 2018, 10:02 (vor 11 Tagen) @ Devino M.

"Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum."

- Konfuzius -
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Jeder liebt in irgend einer Weise das, was er zu seinem eigen dazu zählt. Denn sonst würde man sich davon wieder lösen, oder es wäre für einen einfach unbedeutend, ob etwas da ist oder nicht. Auch ist es zwar für den reinen Geist so, dass er keinen Raum benötigt, alles andere jedoch braucht schon seinen Raum und seinen Platz.

Allerdings kann nicht alles überall hin. Unabhängig dessen, wie weit ein Raum bereits von etwas anderem erfüllt ist, gehört etwas einer bestimmten Ebene, nicht zu etwas anderem, einer völlig anderen Ebene. Ebenso ist es auch mit einem bestimmten Charakter. Mit manchem Charakter kann man einfach nicht kommen, sondern darf das ablegen, was irgendwo anders nicht hingehört, oder wo es lediglich schadenstiftend wäre.

Also ist das Nadelöhr sogar erforderlich, und dass einer erst durch dieses geht, und notwendig das hinter sich lässt, was auf der anderen Seite gar nicht erst gebraucht wird. Man kann nicht zwei Herren dienen. So auch schon z.B., entweder liebt man seinen Besitz, oder man liebt seine Seele. Beides bildet keine direkte Schnittmenge. Und entscheidet man sich für das eine, dann entscheidet man sich zugleich gegen das andere. Und dies liegt bereits in der Natur der Sache selbst.


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