T.N.Hanh: Appelle an ein Selbstgewahrsein (alle)

Devino M., Dienstag, 04. September 2018, 10:08 (vor 47 Tagen) @ Devino M.

"Meinst du, du könntest den Sonnenschein von der grünen Farbe der Blätter trennen? Ebensowenig kannst du das beobachtende Selbst trennen von dem beobachteten Selbst."

- Thich Nhat Hanh -
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Schon allein bei der Wahrnehmung, lässt sich das Gesehene vom Sehen nicht trennen, das Gehörte vom Hören usw. So ähnlich ist es auch mit dem Selbst, allerdings mehr auf die Allgemeinheit bezogen. Das was im Selbst landet, oder von diesem in irgend einer Weise erfasst wird [aufgrund der entsprechenden Ausrichtung der Seele darauf], lässt sich dann nicht mehr umgehen, und man wird damit umzugehen haben oder umzugehen lernen dürfen.

Klar also könnte man sich einigen Misst gern sparen, nur wenn es zum Gesamtverhältnis gehört, mit dem man zu tuen hat, lässt sich das nicht umgehen. Daher ist es auch auszumachen, wie weit einer z.B. eine Sache der Allgemeinheit angeht. Wenn er sich persönlich als davon ausgenommen zu sehen vermag, etwas aber was klar und unumgänglich zur Allgemeinheit gehört in der Weise angeht, dass er selbst davon ausgenommen ist, dann ist er nicht im Selbst verankert. Nur dann lässt sich in beliebig ausschweifender Weise wider etwas reden. Oder auch etwas, was unausweichlich zur Allgemeinheit [auch notwendig] dazu gehört, so betrachten, als würde es nicht notwendigerweise dazu gehören etc.

Überhaupt ist es dann eine Sache, warum etwas angesprochen wird. Denn oft wird etwas in beschönigender Weise angesprochen. Nehmen wir als Beispiel, jemand bewirbt sich in der Wirtschaft im eigenen Unternehmen auf eine bessere Stelle, es wird ihm eine Absage erteilt, in welcher es heißt: "wir sind an ihrer Person jedoch weiterhin sehr interessiert"; dann stellt sich die Frage, warum wird dieses hervorgehoben? Oft heißt es nämlich genau das Gegenteil, man formuliert es positiv, jedoch stellt sich die Frage, warum es überhaupt bedeutsam hervorgehoben wird? Warum es nicht heißt, wir haben uns z.B. für einen anderen Kandidaten entschieden. Sicherlich gibt es auch nur allgemein gefasste Floskeln und dies soll nur ein Beispiel sein, ggf. meint es jemand auch ernst mit etwas.

Die Frage ist jedenfalls, warum etwas für jemanden überhaupt von Bedeutung ist, um angesprochen zu werden. Und da genau kommt bereits das Selbst ins Spiel. Es ist von irgendeiner Bedeutung, weil es irgendwie im Selbst ist. Damit hätte man die Frage, des "Warum" eingekreist. Die Frage wie man etwas anspricht, ist dann wieder noch eine andere, denn hier spielt dann nicht wenig die persönliche Identität eine Rolle. Wenn diese im Selbst liegt, wird man sich selbst in der Regel in das Angesprochene einbeziehen. Liegt diese in der Persönlichkeit, dann kann man weitschweifig [quasi hemmungslos] über etwas herziehen. Ohne dass man sich wirklich im Verhältnis [Verantwortungsvoll] dazu sieht, genauer gesagt, eine Beziehung dazu erkennt [doch wäre dem so, wäre man gar nicht wirklich urteilsfähig zum jeweiligen usw.] - und vom Selbst her könnte man sich so fast nie sehen...


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