Eine neue Welt (alle)

Devino M., Donnerstag, 10. Mai 2018, 22:07 (vor 11 Tagen) @ Devino M.

Ganz klar, so schön eine neu erschaffene Welt auch wäre, wenn das Alte in selber Weise mitgenommen würde, wäre es nicht lange dahin, und alles wäre wieder beim Alten.

Mit welchen Wegen geht man am schnellsten aus dem Kapitalismus raus?
Ganz klar, das kapitalistische System muss weg, ehe etwas Menschenwürdiges entstehen kann. Aber wie soll das gehen, wenn eine gewisse Mehrheit meint, es würde dann alles nur noch zusammenbrechen, als hätte es vor über 100 Jahren nicht funktioniert, wo es jedenfalls dieses kapitalistisch orientierte System nicht gab. Im Grunde ist es ganz einfach, denn wie Christus Jesus schon sagte, gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Gebt den Reichen, was ihres ist, von dem sie annehmen es wäre ihr individuelles Anrecht darauf. Häuft sie zu mit ihrem Geld, gebt ihnen alles, und dann schafft ein neues Kapital und lasst das Alte nicht gegen das neue eintauschen, oder nur bis zu einer Mindestmenge für jeden, und fertig. Wäre jedenfalls eine Möglichkeit, sofern nicht auf freiwilliger Basis, alles zum Großteil an z.B. Hilfsorganisationen abgegeben würde.

Wie schafft man die Problematik des Mülls ab?
Indem vieles Modular aufgebaut wird, so dass Komponenten leicht ersetzt werden können, wenn sie veraltet oder kaputt sind, und der Rest jedoch weitestgehend weiterverwendet werden kann. Anstelle dessen, nur auf Konsum und Verkauf zu setzen, dass die Hersteller sich gegenseitig durch nicht kompatible Systeme oder spezial-Schlüssel die Arbeit erschweren und versuchen irgendeine Vorreiterrolle zu übernehmen. So könnte man das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung innovativer Technik setzen, die auf langfristige Nützlichkeit ausgelegt ist, möglichst nicht schnell verschleißt, weil möglichst billig produziert wird oder sogar mit der Absicht, möglichst bald das neuere Model dazu an den Mann bringen zu können. Auch ohne sich um irgendwelche Mitbewerber und Kontrahenten zu kümmern, die dazu da sein sollen, um einen Markt und Wettbewerb zu etablieren, den man überhaupt nicht bräuchte, wenn das menschenmögliche nur zur Nützlichkeit aller entwickelt würde. Doch wird das alles erst dann wirklich möglich, wenn man sich nicht um Rendite und Verkaufszahlen kümmern braucht, sondern mehr darum, wie man das Beste für die Entwicklung der Menschheit anregt.

Bedingungsloses Grundeinkommen, wozu?
Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, kann man diverse Ängste um den Jobverlust minimieren. Denn mit den Modellen sozialer Absicherung hat man dieses doch ohnehin bis zu einem gewissen Grad in Deutschland. Wenn auch mit enormen bürokratischen Hürden und unnötigem Aufwand. Auch bräuchte man keine Sorgen mehr haben, dass eine gewisse Automatisierung Arbeitsplätze kostet. Denn wenn Maschinen eine mehr oder weniger unwürdige oder harte Arbeit dem Menschen abnehmen können, warum sollte dieses nicht geschehen? Warum sollten Menschen überhaupt mehr als z.B. 6 Stunden am Tag arbeiten? Und wozu bräuchte man auch solche, die ihre Arbeit gar nicht machen wollten? Dann wäre es doch besser, wenn alle die arbeiten gehen, es freiwillig und aus Einsicht tuen. Das Ergebnis und die Frucht daraus wäre sicherlich eine weit wertvollere. Und alle die arbeiten und sich zusätzlich einsetzen, bekommen etwas mehr Gehalt, oder besser noch, gewisse Privilegien zusätzlich eingeräumt.

Ausblicke in eine fortschrittlichere Zukunft?
Und wenn also die Menschheit sich auf den Fortschritt und weniger um Rückschritte und Nebenschritte kümmern braucht. Was könnte es in wenigen Jahrzehnten für eine Gesellschaft geben? Wollte man dann nicht lieber in einer Welt leben, wo Gesundheit, Bildung und Nahrung sowie grundlegender Wohnraum nichts kosten, weil sie es nicht müssten? Und wo jeder nur noch das bestmögliche erhält. Wo die Ressourcen des Planeten und der Einsatzwille mehr Wert sind, anstelle irgendwelcher künstlich erschaffener Kapitalwerte?

Verantwortung und weiser Willensgebrauch:
Alles nicht möglich, weil die Politiker oder Reichen es nicht wollen? Nein, an diesen liegt es nur bedingt, es fehlt der bewusste Wille der Mehrheit der Menschen, dass ihr Wille etwas wert ist, anstelle dessen, wo sie diesen unbewusst abtreten, und meinen, sie wären allerlei hilflos ausgesetzt und könnten daran nichts verändern, oder es würde nicht an Ihnen liegen, sondern an den Anderen.

Und wer soll das alles bezahlen, oder wie soll das finanziert werden, mag sich beim kapitalistisch orientierten Denker die Frage regen. Ernsthaft? Wenn genug zu Essen doch schon da ist (von vielleicht exotischeren Lebensmitteln abgesehen, mehr also die Grundnahrungsmittel), wenn doch schon fast alle ein Dach über dem Kopf haben, wenn doch für jeden eine Schule schon da ist usw. Wenn doch genug Geld da ist, um in einer friedliebenden Welt völlig auf Milliardenausgaben für ein Militär verzichten zu können, wozu bräuchte man da überhaupt mehr Geld um etwas zu finanzieren was da ist, wo man es nur nicht hinbekommt, es vernünftig und im Sinne der Allgemeinheit zu organisieren? Und wo man nur ein wenig vielleicht noch von dem Unnützen abschafft, was keinem irgend etwas bringt!


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