Schau ist Sinn - KiW 22:3:1 (alle)

Devino M., Montag, 09. April 2018, 00:08 (vor 14 Tagen)

Ein Kurs in Wundern - T 22:3:1

Die Einführung der Vernunft in das Gedankensystem des Ego ist der Anfang von dessen Aufhebung, denn die Vernunft und das Ego widersprechen einander. Auch können sie in deinem Bewusstsein nicht nebeneinander existieren. Denn die Vernunft zielt darauf ab, klar und deshalb offensichtlich zu machen. Du kannst die Vernunft sehen. Das ist kein Spiel mit Worten, denn hier ist der Anfang einer Schau gegeben, die Bedeutung hat. Schau ist Sinn, ganz wörtlich. Wenn sie nicht die Sicht des Körpers ist, muss sie verstanden werden. Denn sie ist klar, und das, was offensichtlich ist, ist nicht zweideutig. Es kann verstanden werden. Hier trennen sich Vernunft und Ego, um ihre getrennten Wege zu gehen.
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Wenn man etwas sieht, und es gefällt einem nicht, so ist es nicht damit getan, das zu zerstören, was sichtbar macht oder erkennen lässt. Auch wird nach dem etwas zerstört ist, noch nicht mehr da sein, als zuvor war. Und ansonsten könnte man sich ebenso das Auge, dass etwas sieht von dem was nicht gefällt, ausreißen und wegwerfen.

Ja, Vernunft ist bloße Einsicht, sie ist die Verwertung der Einsicht. Auch ist alles, worein man umfassende Einsicht hat, nicht zweideutig, EINsicht eben drum. Ja selbst die Vernunft wird dem Auge eines Sehers sich irgendwo in der Aura als Ausstrahlung zeigen. Allein daher ist Vernunft wohl in mehrfacher Hinsicht sichtbar.

Der Weg der Seele ist die Mehrheit. Ja, man sollte durchaus möglichst kein Fleisch essen. Nur warum sollte man es nicht pauschal einfordern, nicht einmal von sich selbst, wenn man in sich das Bedürfnis hätt, doch Fleisch zu essen? Ganz einfach, wenn der Weg der Seele die Mehrheit ist, und man hat ein Verhältnis dazu aufbauen können, dann tut man nicht alles nur beliebig für sich selbst. Denn ebenso kann es sein, dass man in dem, was man meint tolles zu tun, der Seelenabsicht zuwider handelt und lediglich ins Ego flüchtet.

Denn das, was die Seele da vielleicht mittelbar in sich an Nahrung aufnimmt, sättigt womöglich viele andere, die dann dieses Bedürfnis nicht mehr haben (man führe sich die Körperelemente und Wesen zu Sinnen, und dehne dieses im Verhältnis aus = im Kleinen wie im Großen). Verweigert man sich dem, obwohl es von der Seele ausgeht, dann geht man lediglich selbstsüchtig ins Ego und kann sich einreden, man wäre der unbeugsamste Vegetarier auf der Welt, und es hätte nichts an Bedeutung über das eigene Meinen hinausgehend.

Es reicht daher nicht aus, zu meinen, etwas sei etwas, sondern erst die Einsicht und die Erfüllung in Form der Deckungsgleichheit zwischen dem, was ist, und dem was man im Sinne hat, stellt die Entsprechungen her und macht mehr daraus. Wer nur für sich selber lebt, lebt vergebens heißt es. Denn auch dann fehlt die Erfüllung, die Erfüllung einer Übereinkunft, mit dem, was größer ist, als das, wie der bloße Anschein der Dinge oder jeweiliger Akte ansonsten ist. Daher ist's eine Herausforderungen, tatsächlich etwas einzubeziehen, oder mit dem zu arbeiten, was da ist.


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