Objektivität - KiW L59 (alle)

Devino M., Montag, 26. Februar 2018, 00:27 (vor 52 Tagen)

Ein Kurs in Wundern - Lektion 59

3. Gott ist meine Quelle. Ich kann nicht getrennt von ihm sehen.

Ich kann sehen, was Gott möchte, dass ich sehe. Ich kann nichts anderes sehen. Jenseits seines Willens liegen nur Illusionen. Und diese wähle ich, wenn ich glaube, getrennt von ihm sehen zu können. Diese wähle ich, wenn ich versuche, mit den Augen des Körpers zu sehen. Doch die Schau Christi wurde mir gegeben, um sie zu ersetzen. Diese Schau ist es, durch die ich mich entscheide zu sehen.
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Wohl jedes Vorstellen ist eine Art von Fürwahrhalten. Jedes Wahrnehmen ist eine Art selektiven Urteilens. Materialisieren bedeutet nicht zugleich Objektivierung in ihrer Gesamtheit, wie oft fälschlich angenommen wird. Denn dann wäre alles nur ein realisierter Akt von Objektivierung, wenn es sich zu etwas hin verfestigen ließe und wäre bar jeder Objektivität, wenn es sich nicht auf einen verfestigten Zustand bringen ließe. Das kann jedoch so nicht stimmen.

Nimmt man Materie, ohne dass irgend ein Gewahrsein diese je anträfe, wie sollte daraus irgend eine Objektivität entstehen, obwohl es dieses dann ja nach einer solchen Definition wäre? Also ist das Gewahrsein letztlich die Ursache einer Objektivsetzung. Allerdings auch nicht das Fürwahrhalten allein, denn ohne irgend einen Akt der über ein Vorstellen hinaus ginge, gäbe es lediglich Subjektivität. Erst durch die Hinzunahme einer Art von Reproduktivität, könnte etwas herausgehoben werden, was sonst als zufälliges subjektives Ereignis bloß wäre.

Und letztlich kann man sagen, wenn etwas sich in irgend einer Art von göttlicher Ordnung einfindet, so besitzt es Objektivität. Die Richtung und Weise des Zustandes oder der Bewegtheit, ist dann kein Indikator ob es mehr oder weniger Objektivität besitzt.


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