Was immer wieder da ist - BG 18:8 (alle)

Devino M., Donnerstag, 14. Dezember 2017, 01:31 (vor 218 Tagen) @ Devino M.

Bhagavad Gita 18:8

Yogananda:
Wer der Tätigkeit entsagt, weil sie ihm zu beschwerlich scheint oder weil er sich vor körperlichen Unannehmlichkeit fürchtet, steht in seiner Entsagung unter dem Einfluss von Rajas. Er kann unmöglich den Lohn seiner Entsagung empfangen.

Prabhupada:
Wer seine vorgeschriebenen Pflichten aufgibt, weil sie ihm zu mühsam erscheinen oder weil er sich vor körperlichen Unannehmlichkeiten fürchtet, gilt als jemand, dessen Entsagung sich in der Erscheinungsweise der Leidenschaft befindet. Durch solches Handeln erlangt man niemals Fortschritt der Entsagung.

Reclam:
Wer unbequemes Werk nicht tut,
Weil es dem Leib Beschwerde schafft,
Gewinnt nicht des Verzichtes Frucht,
Denn ihn beherrscht die "Leidenschaft".

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Wenn man so will, ist alles in gewisser Weise ein Tätig-sein. Denn die Zeit vergeht, und irgendetwas fand immer auch statt.

So bleibt es immer nur eine Frage dessen, wofür, wem, oder für was man diese Zeit eingeräumt und geopfert hat.

Für allerlei mag es so seine Zeit geben, und von dem her war nichts umsonst, auch wenn nicht alles der jeweiligen Zeit angemessen ist.

Und weiß man die Zeit nicht zu schätzen, die einem eingeräumt ist, dann möglicherweise weil dasjenige bei einem am Zug ist, wofür die Zeit gar nicht gedacht wurde.

Natürlich kann man sich nicht alles beliebig aussuchen, und meistens ist auch dasjenige da, was da sein soll. Doch nicht immer mag genug guter Wille kultiviert sein, um das daraus zu machen, was rundum das Bessere wäre.

Dabei geht es gar nicht um Idealismus. Es geht mehr darum, wofür man sich immer wieder entschieden hat. Und womit man in dem Falle bezahlt, nämlich nicht nur mit der Zeit, sondern mehr noch mit allem was immer wieder da ist. Und möglicherweise ist vieles ja eine einmalige Sache und Angelegenheit.


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