Glaubensdinge und Vorstellung - BG 17:28 (alle)

Devino M., Montag, 11. Dezember 2017, 00:11 (vor 129 Tagen)

Bhagavad Gita 17:28

Yogananda:
O Partha (Arjuna)! Jedes Opfer oder Geschenk und alle asketischen Übungen, die man ohne Glauben (Hingabe) macht, werden "Asat" genannt. Sie sind sowohl in dieser als auch in der jenseitigen Welt wertlos.

Prabhupada:
Alles, was ohne Glauben an den Höchsten als Opfer, Wohltätigkeit oder Buße getan wird, o Sohn Prithas, ist nicht von Dauer. Es wird "asat" genannt und hat weder im gegenwärtigen noch im nächsten Leben Nutzen.

Reclam:
Doch Opfer, Spenden, Buße, Tat,
Wenn ohne Glauben sie vollbracht,
Sind hier wie nach dem Tod "a-sat",
Weil ohne segensreiche Macht.

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Geht man davon aus, dass wir uns etwas vergegenständlichen indem wir es uns vorstellen, und den entsprechenden Gegenstand unserer Betrachtungen als Abbild im Bewusstsein rekonstruieren, so haben wir mit den Dingen selbst im Bewusstsein zunächst wenig zu tuen.

Denn die Dinge sind unabhängig dessen genau so da und mit wenigem schaffen wir es diese durch unser Bewusstsein zu bewegen oder zu verändern. Dies ist in mancherlei Hinsicht auch gut so, denn andernfalls hätte man leicht die verschiedensten Phänomene.

Also haben wir nicht den Gegenstand selbst im Bewusstsein, sondern ein Abbild, welches wir also damit in Verbindung zu bringen suchen und so behandeln, als wäre unsere Vorstellung zu einem Gegenstand, im gewissen Sinne also der Gegenstand selbst.

Zu allem käme auch hinzu, was wäre denn mit der Vielzahl aller, die einen Gegenstand ansehen, wer hätte mehr Anspruch an diesem Gegenstand (im gänzlich allgemeinen Sinne) um damit mehr oder weniger nach seiner eigenen Weise zu interagieren?

Geht man nun hin zu den Glaubensdingen, so ist es ebenso die Frage auch der Vorstellung, in wie weit man also durch seinen Umgang (mit welchen Dingen auch immer), nun in glaubensvollerer Weise dazu positioniert ist und eben das antrifft, was man auch meint.

Was nutze also der Glaube, wenn er nur stumm für sich wäre und keinerlei Vorstellung hätte etwas mit irgend einem Gegenstand oder einer Sache an sich zu tuen? Wozu wäre so ein Glaube gut? Was nutzt irgend eine Vorstellung, wenn sie keinen Bezug zu irgend etwas herstellen kann, was mit irgend einem Dinge oder höherem Geiste also zu tuen hätte?


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