I.Kant: Das Miteinandergeteilte (alle)

Devino M., Samstag, 21. Oktober 2017, 11:03 (vor 333 Tagen) @ Devino M.

"Dem, welcher ein Bein gebrochen hat, kann man dadurch sein Unglück erträglicher machen, wenn man ihm zeigt, dass es leicht hätte das Genick treffen können."

- Immanuel Kant -
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Es wird die Situation dadurch nicht wirklich verbessern, aber die Summe des Glaubens etwas günstiger ausrichten vielleicht schon. Doch nicht immer wieder die Lösung die sein, vom Schlimmen auf schlimmere Möglichkeiten zu verweisen.

Ebenso gut mag es helfen, darauf zu deuten, sich nicht für den Mittelpunkt aller Dinge zu halten, die sich um einen lediglich kreisen. Außer man ist Krishna, allerdings wird man es dann irgendwo auch wissen und ahnen. Vielmehr noch wird man es so erleben und erfahren, dass alles zu und von einem strömt. Denn ein Unterschied ist es, wofür man sich oder etwas hält, und dem, was und wie es tatsächlich ist. Das wie man es erlebt, wird es einem schon zeigen, soweit man darauf acht gibt.

Jedenfalls sollte man nicht vorsätzlich anderen Schwierigkeiten bereiten, wenn man selbige nicht selbst haben möchte. Oder auf Kosten anderer seine Zwecke verfolgen. Denn wenn etwas sich auf einem Blatt befindet, dann hat das Blatt auch zwei Seiten. Und will man ein Blatt heben, so geht dieses nur, in dem man beide Seiten hebt.

Reicht es also aus, um sich bloß um sich selbst zu kümmern?

Ja, kann man sagen, wenn man nicht die Konstitution hat, um anderen helfen zu können und dadurch nur alles erschweren würde. Obwohl man dann dadurch aber auch hilft, nicht zur Last auch nur irgendwo zu werden, wenn man dabei wäre sich um sich selbst zu kümmern.

Ja auch dann, wenn man sich soweit entwickelt hat, dass alles einen gewissen Bezug zu einem hat und wie das Atmen, von und zu einem strömend mit einem in Verbindung sich befände.

Und Nein kann man dann sagen, wenn man immer beim Gemeinsamen oder Allgemeinen ankommt, denn dann sind ebenfalls die Dinge, die man vielleicht bloß für die eigenen halten mag, doch die des Allgemeinen oder Miteinandergeteilten. Dann genügt es nicht sich bloß um sich selbst zu kümmern, denn man befindet sich ja nicht bloß im Gebrauch der eigenen Dinge und Verhältnisse. So ist es dann auch erforderlich seinen Teil zum Gemeinsamen beizutragen, um es nicht schlechter sondern besser zu hinterlassen. Denn abhängig dessen, worum es sich beim Gemeinsamen handelt, macht man es nicht nur für einzelne andere, sondern vielleicht für alle schnell schlechter damit. Bis hin zu dem, dass es dann besser gewesen wäre, man hätte es doch nie angefasst.


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