Spindel - BG 5:22 (alle)

Devino M., Dienstag, 10. Oktober 2017, 23:41 (vor 131 Tagen) @ Devino M.

Bhagavad Gita 5:22

Yogananda:
O Sohn der Kunti (Arjuna)! Da die Sinnenfreuden dem Kontakt mit der Außenwelt entspringen und einen Anfang und ein Ende haben (vergänglich sind), führen sie nur ins Elend. Kein Weiser sucht in ihnen sein Glück.

Prabhupada:
Ein intelligenter Mensch schöpft nicht aus den Quellen des Leids, die aus der Berührung mit den materiellen Sinnen entstehen. O Sohn Kuntis, solche Freuden haben einen Anfang und ein Ende, und daher erfreut sich der Weise nicht an ihnen.

Reclam:
Denn der Genuss der Sinnenwelt,
O Ardschuna, gebiert den Schmerz.
Was anfängt und zu Ende geht,
Erfreut niemals des Weisen Herz.

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Der Genuss verzerrt sich wohl nur selbst. Denn ebenso wie mit stumpfsinniger Beschäftigung ist es auch mit dem Genuss, es bleibt einem hinterher doch nichts davon.

Ähnlich und nur etwas anders noch verhält es sich damit, wenn man etwas verwendet um sich damit größer oder stärker oder vielleicht besonders zu machen, als Selbstzweck jedoch bloß. Denn letztlich ist die Lektion die man sich damit lehrt nur die, dass man sich selbst Kleinheit lehrt.

Man muss sich als klein ansehen, wenn man sich lehrt, dass Mittel größer als der eigene Geist sind und man in der Weise auf diese angewiesen oder von irgendwelchen Dingen abhängig wäre. Und sich so überzeugen macht, man bräuchte die Mittel. Statt diese lediglich als Ergänzung bei Bedarf und um der Sache Willen anzuwenden, und mehr nur für eine Sache an sich oder allgemeinhin einen Gebrauch davon zu machen.

Manches erscheint als schwieriger zu erlernen, als anderes. Doch liegt es lediglich an der Freiwilligkeit. Will man etwas wirklich erlernen, dann wird man auch die Freude dafür aufbringen, und gerne und leicht lernen.

Und wenn auch die Komplexität vielleicht einem etwas als sehr umfassend darstellen mag, für den Willen selbst, sobald er diese Sache umkreist oder angenommen hat, ist es dann nicht komplexer, als jede andere Sache auch.

Es braucht etwas so lange wie es braucht, oder es mag so komplex sein, wie es sein mag, doch letztlich, im Willen angenommen, ist es jedenfalls nur von der Außenwirkung dann noch so, im inneren ist man vielleicht bereits fertig und wartet bis die Umkreisung abgeturnt und abgeschlossen ist.

Denn auch bei einer Spindel ist es so, dass der innerste Kreis die selber Drehung vornimmt, doch soweit wie der äußere Umfang zunimmt, kann es ganz schöne Kreise nach sich ziehen, doch dem innersten Kreise wird keine Bewegung größer oder umfangreicher, als jede andere auch.


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